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SUMMARY:Eröffnung der Europäischen Literaturage
LOCATION:Klangraum Krems Minoritenkirche
DESCRIPTION:Lena Papasabbas und Robert Menasse beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem epochalen Wandel unserer Gegenwart. Während die Zukunftsforscherin für radikale Zuversicht im Denken plädiert, spricht der Schriftsteller vom traurigen Idealismus, an dem er festhält. Zukunftsangst ist für Lena Papasabbas der Nährboden für Populismus, Hass und Gewalt. In ihrem Handbuch für Krisenzeiten schlägt sie ein „Denken in Rundungen“ vor. Für sie gilt es, zwischen dem Blick auf die gegenwärtigen Krisen und dem Blick über diese Krisen hinaus hin und her zu wechseln, und damit eine mögliche neue Gesellschaft im Auge zu behalten. In der Novelle Die Lebensentscheidung erzählt Robert Menasse von einem Beamten der Europäischen Kommission, der seinen Job kündigt und dies gegenüber seiner Mutter ebenso verschweigt wie den ärztlichen Befund, dass er an Krebs erkrankt ist. Menasses Auseinandersetzung mit der Diagnose „hoffnungslos“ führt zu einem zuversichtlichen Entschluss: zur Entscheidung für Wissen und vernünftiges Handeln anstatt zu passivem Hinnehmen der Zukunftsprognose. Nach dem Gespräch liest Robert Menasse aus seiner im Frühjahr 2026 erschienenen Novelle Die Lebensentscheidung. 
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