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DTEND:20261005T180000
DTSTART:20261005T093000
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SUMMARY:Nur noch bis 1. November: „Am häuslichen Herd sei Glück dir beschert“ – gestickte Klischees um 1900
LOCATION:Weinviertler Museumsdorf Niedersulz
DESCRIPTION:Die Sonderausstellung zeigt ausgewählte Wandschoner, bekannt als „Spruchdeckerl“, und andere Heimtextilien aus der Sammlung des Weinviertler Museumsdorfs Niedersulz, die mit klischeehaften Bildern und Sprüchen vor allem zur Rolle der Frau um 1900 bestickt sind. Thematisiert wird das damalige Idealbild einer Hausfrau, Ehefrau und Mutter und den damit einhergehenden Verpflichtungen. Schließlich waren die sparsame und ordentliche Haushaltsführung sowie das leibliche und emotionale Wohlergehen der Familie – insbesondere des Ehemannes – propagierte Aufgaben der Frau.   Das Bild der Hausfrau als ausschließlich im Haus und für die Familie tätig ist ab dem Biedermeier im bürgerlichen Bereich entstanden und traf in bäuerlichem und handwerklichem Milieu nicht zu. Frauen hatten sowohl in der Landwirtschaft als auch in einem Handwerksbetrieb zahlreiche Arbeitsbereiche, in denen sie maßgeblich zum Familieneinkommen beitrugen. Dementsprechend oblag die Betreuung von Kleinkindern nicht ausschließlich den Müttern, sondern gleichermaßen Mägden, älteren Geschwistern und anderen Familienmitgliedern.  So konterkarieren einige Sprüche die Klischees, indem sie sich – manchmal durchaus ironisch – den Themen Armut und daraus resultierender notwendiger Sparsamkeit oder der Vergänglichkeit von Liebe widmen. Die Ausstellung beschäftigt sich außerdem mit der Herstellung, Verbreitung und Verwendung der Spruchtextilien.  Zu sehen sind 30 Wandschoner, Kastenstreifen sowie kleine Tischdecken, Handtücher und ein Polsterbezug mit launigem Spruch. Anhand dieser ausgewählten Spruchtextilien aus der umfangreichen Sammlung des Museumsdorfs werden sechs ineinander übergreifende Bereiche thematisiert, die den Rundgang durch die Ausstellung skizzieren: Zu Beginn steht die „Wahre Liebe“, die bisweilen ironisch zum „Guten Essen“ führt, um ad hoc zum mahnenden Thema „Sparsamkeit üb‘ jederzeit“ zu wechseln. Die „Mutterliebe ewig besteht“ und wird durch „Reinlichkeit ziert jederzeit“ vervollständigt.
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